Frage: Was scheint hier durchs Grün hindurch – die Sonne oder der Mond? (Auflösung am Schluss!)

 

Die Energiebranche ist Meister im Verschleppen der dringend notwendigen Wende von zentral fossil auf dezentrale erneuerbare Energieproduktion. Ein vermeintlich wichtiges Instrument dazu hat die Politik für die Energiebranche installiert – den «Herkunftsnachweis» für Strom. Diese krasse Mogelpackung zeigt die wahren Absichten, denn nicht was sie sagen, sondern was sie tun zählt!

 

Wer hätte gedacht, dass sich die Energiebranche über Jahrzehnte erfolgreich durchsetzt, den lokalen, erneuerbaren Produktionszubau möglichst zu behindern, anstatt massiv voranzutreiben! Aber damit nicht genug! Diese Branche hat diverse innovative Wege gefunden, wie die Bevölkerung systematisch getäuscht werden kann, wenn es um den notwendigen Produktionsausbau Erneuerbarer für den Ökostrom vor Ort geht.

Der Ökostrom-Schwindel in Europa muss weg!

4. Juni 2021

Die systematisch hinters Licht geführte Bevölkerung!

Das vom Staat und somit der Politik etablierte «Greenwashing» oder der «Etikettenschwindel» geht wie folgt: Ein vom Endkunden in der Schweiz verbrauchter Kohlenstrom, geflossen aus Deutschland, darf mit einem gekauften Zertifikat für Wasserstrom (aus Norwegen) dem Endkunden ernsthaft als «Ökostrom» verkauft werden. Einmal jährlich werden für diesen Endkunden gemäss seiner Produktewahl Zertifikate so eingekauft, dass sein bezahlter und somit «gelieferter» Strom ökologisch erscheint. Das für diese Verrechnung in Norwegen deklarierte Strom-Zertifikat nennt sich paradoxerweise «Herkunftsnachweis»! Das hat nichts mit der Herkunft des verbrauchten Stroms des Endkunden zu tun, wie dieser zwar zu Recht, aber fälschlicherweise erhofft, sondern nur mit der Herkunft des vom EW zugekauften Zertifikats!

Aussen hui - innen pfui!

Sein verbrauchter Strom an der Steckdose wird an der Börse in Leipzig rein nach Handelspreisen bestimmt und daher oft Kohlenstrom. Er kommt garantiert nie von seiner «nachgewiesenen» Herkunft gemäss seiner scheinbaren, reklamierten «Lieferung», also aus Norwegen zu ihm. Sein bezahlter Wasserstrom ist ein Schwindelstrom – eine totale Mogelpackung!
Mit diesem Link ist der rege europäische Stromhandel und die daraus resultierende aktuelle Strom-CO2-Belastungen an der Steckdose im jeweiligen Land sichtbar:

Die unglaubliche und doch wahre Geschichte!

Oft fliesst der CO2-behaftete Strom von Deutschland aus Kohle zu uns in die Schweiz und unser CO2-arme, mit Wasser produzierte Strom geht nach Italien! Wenn der Norwegen-Strom-Trick wegfallen würde, so müsste sich jeder Stromlieferant überlegen, wie er nun zu seinem Ökostrom für seine Stromlieferung vor Ort kommen kann.
Norwegen ist pragmatisch, sitzt nur auf Ökostromproduktion und verkauft daher relaxed sein «Herkunftsnachweise» in ganz Europa, denn jeder Norweger weiss ja, dass aus seiner Steckdose nur Ökostrom fliessen kann! So fliesst viel Geld zum grössten Handelsplatz für «Herkunftsnachweise» in ein Land, welches weiss wie «Greenwashing» im grossen Stil funktioniert. Es ist für Norwegen auch null Problem, dass sie Anfang 2020 das grösste Ölfeld ihrer langen Ölgeschichte in Betrieb genommen haben!

Wasch mich, aber mach meinen Pelz nicht nass!

Solche Geschichten sind, wie der Ökostrom-Schwindel, nur mit offizieller Rückendeckung von Regierungen und den verantwortlichen Politikern umsetzbar. Zwischen Amboss und Hammer stehend, versuchen die Politiker der Energiebranche nicht zu stark auf den Schlips zu treten – schliesslich sorgt sich die Energiebranche als Lobbisten rührend um sie! Zugleich gilt es, der Bevölkerung glaubhaft zu vermitteln, dass sie etwas Wirksames gegen den Klimawandel unternehmen. Halbschwanger hat noch nie etwas hervorgebracht!

Der ungebremste CO2-Anstieg!

Das alles läuft zu Gunsten eines ungebremsten CO2-Anstiegs. Weg von zentral erzeugter fossiler Energie hin zur dezentral erneuerbaren hat enorme andere Vorteile.

Regionale Konzepte vom Strom für Haushalt, Heizen/Kühlen und die Mobilität sind die Zukunft. Dies entspricht nicht nur dem Bedürfnis nach günstigerer Energie, sondern nach neuer, lokaler Unabhängigkeit und einer unbezahlbaren Erhöhung der Versorgungssicherheit. Wie brauchen keine Integrationskonzepte für lokal produzierten Strom von den Stromkonzernen in ihr verlogenes, zentralisiertes System. Je befreiter von zentralisierter Öl-, Kohle-, Atom- und Gasversorgung, desto besser. Die lokale produzierte, weitgehend autarke und intelligente Energieversorgung kennt im Digitalisierungszeitalter keinen ernsthaften Konkurrenten mehr!

Wieso also durch billige Ökostrom-Tricks die alten, zentralisierten Produktions-Strukturen um jeden Preis aufrechterhalten? Ich kann es mir nur mit Machterhalt und Gier von wenigen auf Kosten der Bevölkerung erklären. Wir von PEP sind nicht interessiert nur aufzudecken, was schiefläuft. Wir bringen Lösungen, die dem CO2 wirklich den Kampf ansagen und den cleveren, dezentralen und sauberen Energie-Lösungen den Weg ebnen.

KRASS: Eine Vergütung für die vermiedene CO2-Tonne mit Ökostrom fehlt!

Firmen, Städte, Gemeinden und manchmal auch Private sind heutzutage bestrebt, ihren CO2-Fussabdruck zu reduzieren – oder gar Ziele wie Netto-Null zu verfolgen! Dazu wird zuerst der CO2-Fussabdruck berechnet. Wenn es um die Reduktion von CO2 aus Strom geht, werden für die ausgewiesenen Reduktionen, die oben beschriebenen «Herkunftsnachweise» verwendet, welche weder das CO2 im Strom ausweisen können noch den lokalen Zubau von Erneuerbaren fördern – im Gegenteil!

Der bessere Weg hin zu Netto-Null CO2 einer Unternehmung, Stadt, Gemeinde oder gar eines Haushalts ist, zuerst auf den eigenen Immobilien so viel Eigenstromproduktion wie möglich zu bauen. Der davon selbst verbrauchte Strom kann gemessen und in CO2 umgerechnet beim Fussabdruck abgezogen werden. Wenn dieser Schritt ausgereizt ist, wird heute leider abermals für die «saubere» Stromversorgung auf den Ökostrom-Schwindel mit den «Herkunftszertifikaten» zurückgegriffen. Oft auch darum, weil lokale Alternativen von echter CO2-Vermeidung noch fehlen.

PEP: Die neuen, lokalen CO2-Zertifikate für sauberen Strom kommen!

Hier kommt die neue Zertifikats-Lösung von PEP ins Spiel, welche für den freiwilligen Markt konzipiert wird.

Zertifikate für die Neutralisierung des nicht vermeidbaren Ausstosses von CO2 für Firmen oder Private sollten Folgendes berücksichtigen:
a)     die richtige Bemessungsgrundlage für die CO2-Vermeidung nehmen
b)    die korrekte Kalkulation des damit vermiedenen CO2s muss dem Vermeidungs-Zertifikat hinterlegt werden.
c)     die erreichte CO2-Vermeidung wird von einer unabhängigen Stelle geprüft.

PEP stellt mit seinen neuen PEP CO2-Zertifikaten erstmalig die sichere Verbindung zwischen einem lokalen Produzenten von sauberem Strom und den Abnehmern dieser CO2-Vermeidung von fossilem Strom her. Eine klare Kalkulation weist das vermiedene CO2 laufend aus. Ein Unternehmen, eine Stadt, Gemeinde oder ein Haushalt bezahlt für die Neutralisierung des eigenen Fussabdrucks die laufend kalkulierte CO2-Vermeidung Peer-to-Peer an eine Stromproduktion in der Region, welche diese Vermeidung für sie gerade erzielt.

Diesen CO2-Betrag, der laufend zur Verfügung gestellt wird, rechnet der Abnehmer seinem Fussabdruck an. Die Zeiten, in denen in der Nacht PV-Strom als CO2-Vermeidung zählt, sind damit vorbei. PV-Strom in der Nacht gibt es nur noch im Zusammenhang mit einer Batterie, welche in sich wiederum eine eigene CO2-Belastung aufweist, die entsprechend korrekt kalkuliert und abgezogen wird. Durch dieses neue Angebot von PEP CO2-Zertifikaten zur Vermeidung von CO2 wird der regionale Hersteller von Erneuerbaren zusätzlich belohnt und der lokale Zubau wird durch diese freiwillige Massnahme gefördert. Herkunftsnachweise des Stromlieferanten können nun den wahren Strom, der wirklich verkauft wurde ausweisen und das Schwindeln ist endlich vorbei!

Der Abnehmer weiss, wer seine CO2-Vermeidung herstellt – aus der Region für die Region – eine Bottom-up Bewegung für lokale CO2-Vermeidung ist am Entstehen und treibt den lokalen Zubau von Erneuerbaren unabhängig von all den Bremsern weiter voran!

Auflösung der Frage: Der Supermond schaut durch die Bäume hindurch!
So können wir leicht den «Herkunftsnachweis» (Mond) als gelieferten Strom (die Sonne) verwechseln.

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Bob (Robert) Buehler