Energie auch bei Flaute

Das Speichern von Wind- und Sonnenenergie für die Zeiten der Flaute ist bisher ein teures Unterfangen.


13. Juni 2019

Um 100 Megawatt erneuerbare Energie in riesigen Batterien zu speichern, etwa vom Hersteller Tesla, fallen Kosten in Höhe von rund 65,6 Millionen US-Dollar an, rechnet der US-Blog «Tech Crunch» vor. Dass das auch günstiger geht, will nun ein Tessiner Startup demonstrieren – und sorgt mit seinem revolutionären Konzept schon für grosses Aufsehen.

Selbst Bill Gates ist entzückt. Er schrieb auf Twitter von einigen begeisternden Untenehmen und nannte explizit die Tessiner Firma Energy Vault. Doch es brauche noch mehr Innovation.

Revolutionär ist die Methode von Energy Vault vor allem deshalb, weil sie einen komplett anderen Ansatz hat als der, den Mitbewerber bisher verfolgen. Statt auf Batterien oder – bei grösseren Energiemengen – Staudämme zu setzen, vertraut das Unternehmen mit Hauptsitz in Lugano auf einen rund 80 Meter hohen, sechsarmigen Kran und viele, insgesamt 35 Tonnen schwere Blöcke aus gepresstem Bauschutt.

Das Prinzip, nachdem der ungewöhnliche Energiespeicher funktioniert, ist simpel: Überschüssige Energie wird genutzt, um einen Betonblock vom Kran nach oben ziehen zu lassen. Dabei entsteht dabei potentielle Energie, die gespeichert wird. Wird Energie aus dem Speicher benötigt, etwa in windarmen Zeiten, muss der Block einfach wieder nach unten bewegt werden und gibt die Energie wieder frei. Bis zu 35 Megawattstunden Energie könnten auf diese Weise gespeichert werden, gibt das Entwickler-Team auf seiner Homepage an, zu einem Preis von rund sieben bis acht Millionen US-Dollar, schreibt «Tech Crunch».

(Quelle: www.bluewin.ch)

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